Adventssingen

Am 20. Dezember 2018 um 15:00 Uhr findet in unserer Kirche ein  Adventssingen statt, wozu alle Gadebuscher herzlich eingeladen sind. Einige Chormitglieder werden dabei unterstützen, auch Akkordeon und Orgel sind dabei.

Es gibt heiße Getränke und Schmalzstullen.

Zu dieser Veranstaltung laden der Bürgermeister und der Seniorenbeirat ein.

 

Adventssingen am 20.12.2018

Und das Adventssingen wir ein Erfolg. Die Bänke waren gut besetzt, es wurde viel und gut gesungen, sogar einige Extrawänsche wurden erfüllt. Der Glühwein und die Schmalzstullen danach im Gemeindehaus wurden gut angenommen und bei vielen Gesprächen gern genossen.

Am 08. Dezember 2018 um 19:00 Uhr findet in der Stadtkirche Sr. Jakob und St. Dionysius ein Adventskonzert auf historichen Instrumenten statt.

Ausführende ist das

CONCENTUS SYDERUM,

das sind Annegret Siedel & Uwe Dietsche, Vokalisten des Landesjugendchores Schleswig-Holstein.

Der Eintritt kostet 8 €.

Passionsmusik

Bild von Passionssingern

Passionssingen um 1400

Evangelische Kirche Gadebusch St. Jakobs und Sr. Dionysius 
Samstag, den 17.März 2018 18 Uhr

Passionsmusik

Texte und Musik zur Passionszeit
Werke von J.S. Bach, H. Schütz, H. Distler

Gadebuscher Kantorei
Leitung und Orgel: Annette Burmeister

Im Bild sehen sie die Darstellung von drei singenden Geistlichen (um 1400). 
So hat man sich das Singen von Passionen ab dem 15. Jahrhundert aufführungspraktisch vorzustellen.

 

Wolga-Kosaken in Gadebusch

Am 28.12.2017 um 19:30 Uhr findet in der Kirche zu Gadebusch ein Konzert der Wolga-Kosaken statt. Sie sind herzlich eingeladen. „An den Ufern der Wolga“, unter diesem Motto steht das festliche Konzert. Mit grandioser Stimmgewalt, tiefen Bässen und klaren Tenören sowie Virtuose Instrumental-Solisten präsentieren die Wolga Kosaken ein ausgewähltes Programm aus dem Reichen Schatz russischer Lieder.

Mächtige Stimmen werden Sie in das alte Russland entführen. Russische, Gesänge der orthodoxen Kirche und Volkslieder, Chor und Sologesang, Balalaikaklänge offenbaren Ihnen die,,Russische Seele“. Unter vielen anderen im Repertoire (in russischer Sprache): Werke von Rimskij Korsakov (1844 – 1908), Dimitrij Bortnjanskij (18. Jahrhundert), Gavriil Lomakin (1811–1885), Aleksej Lvov (1799 – l875), A.Fateev (19.Jahrhundert) und A. Kastalskij (1896-1926) sowie beliebte Volkslieder und Instrumentalstücke.

Hier hämmert der Schauspieler noch selbst: Henning Eggers spielt Martin Luther und brachte keine 95 Thesen, sondern ein Werbeplakat an der Tür der Stadtkirche an. Foto: Michael Schmidt

In der Stadt Gadebusch und in weiteren Orten tauchen 500 Jahre nach der Reformation vermehrt Plakate mit der Überschrift „Luther“ auf. Dafür verantwortlich sind unter anderem Schüler des Gadebuscher Gymnasiums, die mit diesen Plakaten die Werbetrommel für zwei Aufführungen in der Gadebuscher Stadtkirche rühren. Am 16. und 18. November wird ihr Stück dort zu sehen sein. Im Mittelpunkt wird dabei u.a. Henning Eggers von der Theatergruppe des Gymnasiums stehen. Denn der Elftklässler wird die Rolle des Reformators Martin Luther spielen. In den Vorstellungen wirken auch der Schulchor und der Chor der Kantorei der Kirchengemeinde Gadebusch mit.

Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Stefan Bullrich, der vom Reformator Luther fasziniert ist. „Luther hat bahnbrechendes geleistet. Denn wenn er die Bibel nicht ins kursächsische Amtsdeutsch übersetzt hätte, würden wir heute keine einheitliche deutsche Sprache haben. Er hat also eine immense Bedeutung für die Entwicklung in ganz Deutschland“, sagt Stefan Bullrich. Er hatte in den vergangenen Monaten viele Bücher gewälzt, um ein möglichst realistisches Werk auf die Bühne in Gadebusch bringen zu können. So seien viele Zitate von Luther in dem Stück enthalten. „Zwischen den Szenen wird unser Schulchor Choräle aus der Reformationszeit singen, um das Ganze auch musikalisch in die damalige Zeit zu versetzen. Luther hatte eine Vielzahl von Chorälen selbst geschrieben“, so Stefan Bullrich.

Zum Organisations-Team gehören auch Annette Burmeister (Musikalische Leitung, Orgel), Ulrike Birke und Rainer Joop (Chorleitung) sowie Miriam Kinzler, die die Theatergruppe des Gymnasiums leitet. Karten für die Aufführungen am 16. und 18. November in der Stadtkirche gibt es übrigens nicht zu kaufen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende nach der Aufführung wird gebeten.

von Michael Schmidt (Gadebuscher-Rehnaer Zeitung, 18.10.2017)

Die Ausstellung „Mecklenburgischer Reformationstaler 1549“ wurde heute in der Stadtkirche Gadebusch feierlich eröffnet. In ihr wird die Zeit vor der Reformation in Europa, die Reformation in Deutschland, Mecklenburg und in Gadebusch erzählt. Initiator der Ausstellung ist Dr. Gerhard Schotte. Dem Gadebuscher galt dann auch der besondere Dank der gut 100 Besucher der Vernissage. „Es ist außerordentlich bemerkenswert, was hier durch Dr. Schotte und seine Mitstreiter entstanden ist“, sagte Dr. Andreas von Maltzahn. Besonders beeindruckte den Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern die gelungene Verbindung des globalen Ereignisses der Reformation mit der ortstypischen Geschichte. Fazit des Kirchenmannes: „Eine wunderbare Ausstellung.“ Die Geschichte der Reformation ist auf 21 Ausstellungstafeln in Text und Bild ersichtlich. Die Besonderheit, dass hier an der Radegast der Mecklenburger Reformationstaler im Jahr 1549 geprägt wurde, inklusive. Öffnungszeiten: bis zum 31. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr.

von Holger Glaner (Gadebusch-Rehnaer Zeitung: 08.06.2017)

Benefizkonzert

Ein vielfältiges Programm mit Gesang und Instrumenten stellten die Organisatoren des Benefizkonzertes des Gadebuscher Gymnasiums in der Stadtkirche auf die Beine. Eine kleine Premiere, denn zusammen mit den Jugendlichen sangen die Mitglieder des Probsteichores der Kirchgemeinde.

Da gab es Songs von Eric Clapton und Herbert Grönemeyer ebenso wie Stücke von Antonio Vivaldi und Niccolo Paganini. Der neue Pastor auf Zeit, Dr. Hartwig Kiesow,  begrüßte die Besucher. DR. Gerhard Schotte, Vorstandsmitglied des Fördervereins der Stadtkirche zu Gadebusch betonte, dass es schon das dritte Mal ist, dass der Chor des Gymnasiums in der Kirche zu einem Benefizkonzert auftritt.

Er sei froh über die Verbindung von Schule und Kirche und weist schon auf die nächste Veranstaltung im November hin. Im Rahmen des Reformationsjahres wird die Theatergruppe des Gymnasiums unter Federführung von Herrn Stefan Bullrich ein Lutherstück präsentieren.

Am 7. Juni 2017 wird um 17 Uhr in der Stadtkirche Gadebusch die Ausstellung „Reformationstaler 1549″ eröffnet.

Auf 21 Stellwänden, mehreren Vitrinen und Objekten wird die Zeit vor der Reformation in Europa, die Reformationszeit in Deutschland, in Mecklenburg und auch in Gadebusch in interessanten Darstellungen erzählt. Im Mittelpunkt stehen der Reformationstaler von 1549 und die reformatorische Kunst der Terrakottaplatten des Gadebuscher Schlossportals. Auch das aktuelle Bestreben der Ökumene in unserer Region wird ein Thema sein. Darüber hinaus beteiligt sich unsere schwedische Partnerstadt Amal an dieser umfangreichen Ausstellung.

Die Ausstellung wird bis zum 31. Oktober zu sehen sein.

Öffnungszeiten: Di-So 10-12 und 14-16 Uhr

Das Schloss in Gadebusch ist der jüngste herzogliche Schlossbau, der während der Regierungszeit von Herzog Johann Albrecht I. (1547-1576) entstanden ist. Er dokumentiert unverfälscht den Johann Albrecht–Stil, der eine Sonderstellung in der deutschen Renaissancearchitektur einnimmt. Typisch sind die Schmuckelemente aus Terrakottaplatten, die erstmalig 1555 am Fürstenhof in Wismar und am Schweriner Schloss verwandt wurden. Diese Platten wurden in der Manufaktur des Lübecker Meisters Statius von Düren gebrannt. Das Gadebuscher Schloss wurde 1570/71 unter Verwendung mittelalterlicher Bauteile vom Baumeister Christoph Haubitz für den Herzog Christoph, ein jüngerer Bruder von Johann Albrecht, zu einem Renaissanceschloss umgebaut.
Friese, Pilaster und Gesimse schmücken die Außenfassade. Auf zwei großen Portaleinfassungen sind biblische Szenen dargestellt, eine beliebte Kunstform der Reformation

Sündenfall – Kreuzigung – Auferstehung

Was ist an dieser Kunst reformatorisch?

Für uns heute kaum vorstellbar, aber zur damaligen Zeit hatten die Menschen panische Angst vor dem Fegefeuer und der Hölle. Für all ihre begangenen Sünden mussten sie am Ende ihrer Tage Gottes Urteil fürchten. In ihren Augen war Gott ein drohender, richtender, zorniger Gott.
Auch Martin Luther lebte mit der quälenden Frage, wie kann ich vor Gott gerecht werden und seine Gnade erlangen? Er hungerte, quälte sich, er lebte nach den Gesetzen des Alten Testaments, den 10 Geboten. Doch die erlösende Antwort blieb aus.
Die alte Papstkirche des 15. und 16. Jahrhunderts nutzte die Ängste der Menschen aus und erfand den Ablasshandel. Man konnte sich durch Geld von allen Sünden frei kaufen. Mit Unsummen von Geldern finanzierte der Papst den Bau des Petersdom in Rom und viel Geld wanderte in die eigenen Taschen. Luther war empört. Vom Ablass und dem Sündenerlass stand nichts in der Bibel. Aber in der Bibel fand er die Antwort. (Römerbrief, Lukasevangelium)
Nicht durch irdische Werte, weder Ablass noch Geld kann man das Seelenheil erlangen. Allein durch den Glauben an die Heilige Schrift, an Jesus Christus, seinen Opfertod und die Auferstehung, kann jeder vor Gott gerecht werden.
Da war sie, die lang gesuchte Antwort nach dem gütigen gerechten Gott. Daraus schöpfte er die Kraft, sich gegen Papst und Kaiser zu stellen und damit die Reformation auszulösen.
Wie kein anderer Maler hat es Lucas Cranach, Hofmaler am sächsischen Hof, verstanden, diese reformatorische Lehre ins Bildliche umzusetzen. In den Jahren 1528/29 beschäftigte sich Cranach immer wieder mit dem Thema der Rechtfertigung des Sünders durch den Glauben. Er gab seinen Bildern den Titel GESETZ UND GNADE.
In diesen Bildern sind viele Symbole des Alten und Neuen Testaments zu einer Ikonographie zusammengefasst.

Die linke Seite weist auf das strenge Gesetz des Alten Testaments hin, das den Menschen vor seiner Sündhaftigkeit mahnt. Adam und Eva essen von der Frucht des Baumes der Erkenntnis und übertreten damit Gottes Verbot – das Urbild der Sünde. Im oberen Teil des Bildes, ist die Gesetzesübergabe an Moses zu sehen.
Auf der rechten Seite ist die Gnade Gottes im Neuen Testament dargestellt. Die Szenen zeigen den Opfertod am Kreuz und den Triumph des auferstandenen Christus.
Unter dem Baum des Lebens und des Todes sitzt der sündige Mensch zwischen einem Propheten des Alten Testaments und Johannes dem Täufer, dem Mittler zwischen Gesetz und Gnade. Beide weisen auf das Evangelium im Neuen Testament.

1534 entwirft Erhard Altdorfer, Hofmaler des mecklenburgischen Herzogs, Heinrich der Friedfertige das Titelbild für die plattdeutsche Fassung der Lutherbibel. Er orientiert sich mit seinem Holzschnitt an dem von Cranach geschaffenen protestantischen Lehrbild – Gesetz und Gnade. In seiner Bildkomposition ist das Alte Testament dem Neuen gegenübergestellt,
Die gleiche Thematik ist nun in einer anderen Kunstform am Gadebuscher Schlossportal zu finden. 1553 schuf der Lübecker Bildhauer und Ziegelbrenner die drei Terrakottaplatten, die das Portal zieren. Unschwer ist Luthers Rechtfertigungslehre, auch in Gadebusch zu erkennen.
1611 verließ der letzte Herzog das Gadebuscher Schloss. Erstaunlicher weise hat sich der Terrakottaschmuck bis heute gut erhalten und leuchtet in seiner ursprünglichen kräftigen Farbe.

Text:Gerhard Schotte
Fotos:Hubert Metzger

Reformationstaler von 1549

In der Kirchenzeitung, dem Evangelischen Wochenblatt der Nordkirche Nr. 5 erschien ein Artikel über den Reformationstaler von 1549.

Darin heißt es: Als in Mecklenburg die Reformation eingeführt wurde, ließ der Herzog einen Reformationstaler prägen. Hergestellt wurde er in der Herzoglichen Münzstätte zu Gadebusch. Nun ist eine Nachprägung erhältlich.

Die Nachprägung des Talers ist ein Beitrag des Fördervereins der Stadtkirche zu Gadebusch mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg Nord-West. Der Erlös des Verkaufs dient einem gemeinnützigen Zweck, der Restaurierung eines Öltafelbildes aus dem 16. Jahrhundert, das den mecklenburgischen Herzog und schwedischen König Albrecht III. (gest. 1412) mit seinem  Sohn Albrecht VII. zeigt.

Der Silbertaler (999 Silber) im Holzetui kostet 50,00 Euro und der altsiberfarben beschichtete Taler kostet im Holzetui 20,00 Euro.

Eine Abbildung des Talers ist in einem Artikel vom 23. Juni 2016 zu sehen.

 

Reformationstaler Nachprägung

Jetzt erhältlich