Kapellen

Annenkapelle

Die Annenkapelle entstand zeitgleich mit dem Chorneubau von 1431-34. Der Vorgängerbau, eine alte Sakristei wurde abgetragen und zur Annenkapelle aufgestockt. 2017 wurde sie als ein Raum der Stille hergerichtet und beherbergt eine Pieta aus dem 15. Jahrhundert als Meditationsskulptur.

Raum der Stille

Stille, nimm uns in dir auf,
voll Ehrfurcht tritt man in den Raum,
kein Laut ertönt in seinen Mauern,
hier schöpft die Seele neuen Glauben!

Ein schlichter Raum, fast ohne Schmuck,
uns aufzunehmen ist er gut,
es brennt gedämpftes Kerzenlicht,
das bis in unsre Herzen dringt.

Dort wo das Licht ins Fenster fällt,
da steht ein Thron aus Holzgebälk,
auf seinem End Maria thront,
der Jesus ruht in ihrem Schoß,

Was uns im Leben sonst auch treibt,
es legt sich und nur Ruhe bleibt,
Gedanken werden in uns klar,
die Hoffnung siegt, wo Trauer war!

(Maximilian Kase / Gadebusch)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Königskapelle

In der Königskapelle befinden sich mehrere bedeutende Kunstwerke. Als erstes sei die Grabplatte der schwedischen Königin Agnes genannt. Königin Agnes stiftete 1420 diese Kapelle ihrem verstorbenem Gemahl, dem mecklenburgischen Herzog und schwedischem König Albrecht III. (gest. 1412). Albrecht III. war der einzige Mecklenburger Herrscher, der jemals eine Königswürde besaß. Begraben wurde er wie fast alle mecklenburgischen Herzöge im Doberaner Münster. Seine Gemahlin Agnes fand 1434 in dieser Kirche ihre letzte Ruhestätte.

Bild des Wappens

Wappen von Schweden, Mecklenburg und Rostock

Grabplatte der Könikin Agnes

Wappen von Lüneburg und Braunschweig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grabplatte aus Bronze zeigt sie in Nonnentracht, eingelassen in eine Kalksteinplatte.

Die vier Evangelisten und die Wappen ihrer Herrschaftshäuser umrahmen die Figur. Königin Agnes stammt aus dem Fürstengeschlecht Braunschweig-Lüneburg.. Die Wappen wiederholen sich in den geschnitzten und bemalten Gewölbescheiben und dem umlaufenden Fries der Kapelle.

 

 

 

 

Bild von Albrecht

Albrecht III mit Sohn

 

 

 

 

 

Das Tafelbild an der Westseite der Kapelle zeigt den Herzog Albrecht III. mit seinem Sohn Albrecht V. In seinem Wappen erscheinen erstmalig die drei schwedischen Kronen. Am unteren Bildrand ist zu lesen: „KONICK ALBRECHT THO SCHWEDEN HERTOCH THO MEKLENBORCH GRAVE THO SCHWERIN VND HER THO ROSTOCK“. Er war es auch, der den Anstoß für den Bau des großen gotischen Chores gab. Leider ist von dem Gemälde viel von der Farbigkeit verlorengegangen oder vom Firnis abgedunkelt. Eine wunderschöne gotische Schnitzkunst ist das Relief von Marien Tod. Die Figuren sind fast vollständig plastisch dargestellt überragt von einem kunstvollen Baldachin. Die Relieftafel ist Teil eines ehemaligen Marienaltars.

Die kleine Kalksteintauffünte kam vermutlich im 13. Jahrhundert mit den Hansekoggen von der Insel Gotland in das mecklenburgische Gadebusch. Sie zeigt die typische gotländische Dekorationsform. Beim Neubau des Chores 1434 wurde die Kuppa zur Hälfte in die Nordwand eingemauert und diente von nun ab als Weihwasserbecken. Bei den Bauarbeiten während der Restaurierung der Kirche 2006 wurde sie wieder aus der Wand entfernt. 2016 erhielt die Kuppa einen neuen Sockel aus Gotländischem Kalkstein und ist heute das älteste Inventarstück der Kirche.

BiLd des Taufkessels

gotländischer Tauskessel aus dem 13. Jahrhundert

Bild von der Schulstube

Schulstube

Eingang über die Lützower Kapelle in die Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Tür zur 4. Kapelle, jetzt als Materielkammer verwendet, gelangt man weiter über eine Treppe zu einem „Klassenraum“. Hier wurde durch vor allem durch Dr. G. Schotte ein Klassenraum hergerichtet, der so um 1550 ausgesehen haben könnte.

 Lützowkapelle

Beim Verlassen der Kirche durch die Lützow-Kapelle (früher Holdorfer Kapelle) ist nochmals ein Blick zurück zu richten.

Das Gotteshaus entlässt Sie mit den christlichen Tugenden: Prudentia (Klugheit), Temperantia(Mäßigkeit), Fortitudo (Stärke, Tapferkeit) und Charitas (Nächstenliebe).

Bild der "Tugenden"

„Tugenden“ in der Lützowkapelle

Links neben der Ausgangstür steht eine gotische Opfertruhe, die einst der Aufbewahrung liturgischer Utensilien diente und bittet um eine kleine Spende.

Bild der Opfertruhe

Opfertruhe

 

 

 

 

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