Erste Konturen einer Ausstellung

Reformationsjahr 2017: Begehbare Schau in der Stadtkirche geplant / Förderverein der Kirche gewährt Einblick ins Konzept
Entwurf: So könnte die Ausstellung in der Hallenkirche zu Gadebusch im Jahr 2017 aussehen. Kirche und Förderverein erarbeiten dafür ein Konzept.

Entwurf: So könnte die Ausstellung in der Hallenkirche zu Gadebusch im Jahr 2017 aussehen. Kirche und Förderverein erarbeiten dafür ein Konzept.

Der Streit um den Abendmahlkelch von Gadebusch, die Herzöge Johann Albrecht I. und Christoph zu Mecklenburg in Lebensgröße, Vitrinen mit minimalistischen Ausstellungstücken – das Projekt Mecklenburger Reformationstaler nimmt wenige Tage nach den ersten intensiven Gesprächen mit dem Sprengelbeauftragten des Evangelischen-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg, Dr. Mitchell Grell, Gestalt an. Initiator Dr. Gerhard Schotte, Mitglieder des Fördervereins der Kirche zu Gadebusch und Grell besprachen gestern ein mögliches Ausstellungskonzept für Gadebusch anlässlich 500 Jahre Reformation im Jahr 2017.

Der im Jahr 1549 in Gadebusch geprägte Taler steht dabei im Mittelpunkt der Schau mit mehr als zwei Meter hohen Ausstellungstafeln. „Wir möchten großformatige Bilder von den Herzögen zeigen, die bestimmend waren für Gadebusch. Dazu zählen Johann Albrecht der I., der den Reformationstaler prägen ließ und Herzog Christoph von Mecklenburg, der in den Jahren 1571 bis 1573 das Schloss erbaute“, so Schotte.

Zweifel an der Bedeutung des Reformationstalers aus der Gadebuscher Münze hat niemand. „Der Erscheinungstag des Talers liegt zeitlich eng am Ereignis, als 1549 der Sternberger Landtag den Protestantismus für Mecklenburg aussprach“, sagt Schotte.

Das Wirken der Herzöge war für die Geschichte von Gadebusch von Bedeutung. Spuren finden sich in der Kirche als auch auf dem Schlossberg. 1611 zog der letzte Herzog von Gadebusch aus. Damit verlor Gadebusch seinen Status. Geblieben ist ein kleines Ackerbürgerstädtchen. „Aus heutiger Sicht mit interessanter Architektur und Geschichte aus vielen Jahrhunderten“, meint Schotte. Er hofft weitere Mitstreiter für das geschichtsträchtige und touristisch wertvolle Projekt in Gadebusch zu finden.

von Volker Bohlmann (Gadebuscher-Rehnaer Zeitung, 09.04.2014)

Reformationstaler Nachprägung

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